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Erste Schritte in der Naturfotografie: Lernen: die Grundlagen

Naturfotografie lernen

Der Ein­stieg in die Natur­fo­to­gra­fie kann her­aus­for­dernd sein. Natur­fo­to­gra­fie ler­nen bedeu­tet, mit Licht, Per­spek­ti­ven und dei­ner Krea­ti­vi­tät zu spie­len. In die­sem Bei­trag bekommst du das kom­plet­te Wis­sen an die Hand, um rich­tig foto­gra­fie­ren zu ler­nen: von den Grund­la­gen der Foto­gra­fie bis hin zu prak­ti­schen Tipps für beein­dru­cken­de Natur­auf­nah­men.

Inhalts­ver­zeich­nis

Die Grundlagen der Fotografie

Die Natur bie­tet eine end­lo­se Viel­falt an Moti­ven: von zau­ber­haf­ten Land­schaf­ten über klei­ne Details wie Tau­trop­fen bis hin zu spek­ta­ku­lä­ren Wet­ter­phä­no­me­nen. Natur­fo­to­gra­fie för­dert zudem Acht­sam­keit und hilft dir, die Welt mit neu­en Augen zu sehen.

Beim Foto­gra­fie­ren gilt:

  • 25% ist Theo­rie, in der du die tech­ni­sche Sei­te der Foto­gra­fie lernst
  • 75% ist Pra­xis, in der du das theo­re­ti­sche Wis­sen ver­in­ner­lichst und durch viel Übung Rou­ti­ne erlangst

Vie­le fra­gen sich “Wie lernt man am bes­ten Foto­gra­fie­ren?”. Rich­tig foto­gra­fie­ren ler­nen bedeu­tet, ein paar tech­ni­sche Grund­la­gen der Foto­gra­fie zu ken­nen. Ich kann dir aber eines ver­spre­chen: zum Foto­gra­fie­ren ler­nen mit Spie­gel­re­flex­ka­me­ra musst du kein Tech­nik­pro­fi sein. Es reicht, ein paar wich­ti­ge Zusam­men­hän­ge zu ver­ste­hen, und genau die schau­en wir uns jetzt an.

Das Belichtungsdreieck

Naturfotografie lernen: Das Belichtungsdreieck
Abbil­dung 1: Das Belich­tungs­drei­eck in der Foto­gra­fie

Foto­gra­fie bedeu­tet Malen mit Licht, ent­spre­chend ist Licht der wich­tigs­te Fak­tor für gelun­ge­ne Fotos. Das Belich­tungs­drei­eck ist der Schlüs­sel, wenn du Natur­fo­to­gra­fie ler­nen möch­test. Es besteht aus den drei Ele­men­ten: Blen­de, Ver­schluss­zeit und ISO. Jedes die­ser Ele­men­te beein­flusst nicht nur die Belich­tung, son­dern auch den krea­ti­ven Aspekt dei­ner Bil­der. Lass uns also einen Blick auf die ein­zel­nen Ele­men­ten wer­fen.

Blende: Einfluss auf Tiefenschärfe und Bildgestaltung

Die Grundlagen der Fotografie: verstehe die Blende bei der Kamera
Abbil­dung 2: Leit­fa­den für die Blen­de bei der Kame­ra

Die Blen­de ist wie das Auge dei­ner Kame­ra. Sie bestimmt, wie viel Licht auf den Sen­sor fällt und beein­flusst die Tie­fen­schär­fe dei­nes Bil­des. 

  • Eine gro­ße Blen­den­öff­nung (klei­ne f‑Zahl) lässt mehr Licht ein und erzeugt eine gerin­ge Tie­fen­schär­fe. Das ist ide­al für Nah­auf­nah­men, um ein Objekt vom Hin­ter­grund abzu­he­ben (sie­he dazu mei­nen Bei­trag über Makro­fo­to­gra­fie).
  • Eine klei­ne Blen­den­öff­nung (gro­ße f‑Zahl) hin­ge­gen sorgt für mehr Schär­fe im gesam­ten Bild: per­fekt für Land­schafts­auf­nah­men.

Verschlusszeit: Wie beeinflusst sie Bewegung und Licht

Richtig fotografieren lernen Die Verschlusszeit der Kamera
Abbil­dung 3: Leit­fa­den für die Ver­schluss­zeit

Die Ver­schluss­zeit bestimmt, wie lan­ge Licht auf den Sen­sor fällt. Sie ist dein Werk­zeug, um Bewe­gung ein­zu­fan­gen oder ein­zu­frie­ren1. Eine kur­ze Ver­schluss­zeit lässt dich einen flie­gen­den Vogel scharf abbil­den, wäh­rend eine lan­ge Ver­schluss­zeit aus einem plät­schern­den Bach einen sei­di­gen Was­ser­fall zau­bert (sie­he mei­nen Bei­trag über Lang­zeit­be­lich­tung). Expe­ri­men­tie­re damit, und du wirst über­rascht sein, wie viel krea­ti­ves Poten­zi­al in der Ver­schluss­zeit steckt!

ISO: Bedeutung und Anwendung in der Naturfotografie

Richtig Fotografieren lernen: Leitfaden für die ISO-Einstellungen der Kamera
Abbil­dung 4: Der ISO-Wert

ISO ist dein Hel­fer bei schlech­ten Licht­ver­hält­nis­sen. Er ver­stärkt das vor­han­de­ne Licht, kann aber auch zu Bild­rau­schen füh­ren, sie­he Abbil­dung 4. In der Foto­gra­fie ist ein nied­ri­ger ISO-Wert oft ide­al für sau­be­re, detail­rei­che Bil­der. Aber wenn du in der Däm­me­rung foto­gra­fierst oder schnel­le Bewe­gun­gen ein­fan­gen möch­test, kann eine Erhö­hung des ISO-Werts Wun­der wir­ken. Bei aus­rei­chend Tages­licht ver­wen­de immer den nied­rigs­ten ISO-Wert, sonst kann dein Foto leicht über­be­lich­tet wer­den, sie­he Abbil­dung 5+6.

Schärfentiefe: Bedeutung für Detailaufnahmen in der Natur

Die Schär­fen­tie­fe ist dein krea­ti­ves Werk­zeug, um den Blick des Betrach­ters zu len­ken und gera­de beim Foto­gra­fie­ren ler­nen mit Spie­gel­re­flex­ka­me­ra eine Her­aus­for­de­rung. In der Natur­fo­to­gra­fie kannst du damit spie­len, um ent­we­der eine gan­ze Land­schaft scharf abzu­bil­den oder nur einen Teil. Mit einer gro­ßen Schär­fen­tie­fe kannst du eine Land­schaft vom Vor­der­grund bis zum Hin­ter­grund scharf dar­stel­len, wäh­rend eine gerin­ge Schär­fen­tie­fe einen Schmet­ter­ling vom Hin­ter­grund abhebt.

Kameraeinstellungen und ‑techniken

Wenn du dei­ne Kame­ra zum ers­ten Mal in die Hand nimmst, kann die Viel­zahl an Ein­stel­lun­gen und Modi über­wäl­ti­gend sein. Foto­gra­fie­ren ler­nen mit Spie­gel­re­flex­ka­me­ra ist wie das Erler­nen einer neu­en Spra­che. Am Anfang stol­perst du viel­leicht über die Gram­ma­tik (oder in die­sem Fall die Ein­stel­lun­gen), aber mit der Zeit wird es Rou­ti­ne. Lass uns die wich­tigs­ten Modi anschau­en, die dir hel­fen hel­fen dir beim Natur­fo­to­gra­fie ler­nen.

Kameramodi und ‑funktionen

Zum Ein­stieg ist der Auto­ma­tik­mo­dus ein guter Start­punkt, auch ich habe damit mei­ne ers­ten Geh­ver­su­che unter­nom­men. Er nimmt dir die Ent­schei­dun­gen ab und lässt dich auf die Bild­kom­po­si­ti­on kon­zen­trie­ren (sie­he hier­zu mei­nen Bei­trag “über “Bild­kom­po­si­ti­on in der Natur­fo­to­gra­fie: Die Kunst der Bild­ge­stal­tung”). So prak­tisch er auch ist, so sehr schränkt er dich in dei­ner Gestal­tungs­frei­heit ein. Er ist wie ein Fer­tig­ge­richt. Es schmeckt, aber du bestimmst nicht die Zuta­ten. Erst mit den rich­ti­gen Gewür­zen (Blen­de, Zeit und ISO) wird es dein eige­nes Rezept. Ich zei­ge dir nach­fol­gend eini­ge ande­re Kame­ra-Modi.

  • Zeit­au­to­ma­tik (A/AV): Die Zeit­au­to­ma­tik ist wie ein hilfs­be­rei­ter Freund, der dir beim Foto­gra­fie­ren zur Sei­te steht. Du wählst die Blen­de aus, und dei­ne Kame­ra küm­mert sich um die pas­sen­de Ver­schluss­zeit. Das ist ide­al, wenn du die Tie­fen­schär­fe in dei­nen Natur­auf­nah­men kon­trol­lie­ren möch­test.
  • Blen­den­au­to­ma­tik (TV/S): Die­ser Modus ist dein Ver­bün­de­ter, wenn es dar­um geht, Bewe­gung ein­zu­fan­gen oder ein­zu­frie­ren. Du bestimmst die Ver­schluss­zeit, und dei­ne Kame­ra wählt die pas­sen­de Blen­de
  • Manu­el­le Modus (M): Im manu­el­len Modus hast du die vol­le Kon­trol­le über dei­ne Kame­ra. Er ist wie Schwim­men ohne Schwimm­flü­gel. Am Anfang fühlst du dich viel­leicht unsi­cher, aber sobald du es beherrschst, bewegst du dich frei und ele­gant durchs Was­ser. Am Anfang wirk­te es auf mich wie eine frem­de Spra­che, die ich nun nach viel Übung flie­ßend beherr­sche.

Egal, wel­chen Modus du wählst, das Wich­tigs­te ist, dass du dich traust zu expe­ri­men­tie­ren — nicht nur beim rich­tig foto­gra­fie­ren ler­nen. Also, nimm dei­ne Kame­ra in die Hand und geh raus in die Natur. Sie war­tet dar­auf, von dir ent­deckt zu wer­den!

Weißabgleich: Einfluss auf Naturbilder

Der Weiß­ab­gleich kann die Far­ben in dei­nen Fotos käl­ter oder wär­mer anzei­gen, als sie in Wahr­heit sind. In der Natur­fo­to­gra­fie kann das rich­ti­ge Ein­stel­len des Weiß­ab­gleichs den Unter­schied zwi­schen einem gewöhn­li­chen und einem wun­der­schö­nen Foto aus­ma­chen (sie­he Abbil­dung 7+8). Stell dir vor, du foto­gra­fierst die Gol­de­ne Stun­de kurz vor Son­nen­un­ter­gang. Mit dem rich­ti­gen Weiß­ab­gleich fängst du genau die Stim­mung ein, die du in die­sem Moment erlebst, als wür­dest du die Magie des Augen­blicks in dei­nem Bild ein­fan­gen.

Remin­der
Denk dar­an: Es gibt hier kein “rich­tig” oder “falsch”. Der Weiß­ab­gleich ist dein krea­ti­ves Werk­zeug, um die Emo­tio­nen ein­zu­fan­gen, die du in die­sem Moment gefühlt hast. Lass dich von dei­ner Intui­ti­on lei­ten und hab kei­ne Angst zu expe­ri­men­tie­ren!

Grundlagen der Fotografie: Wie der Fokus dein Motiv richtigein Szene setzt

Der Fokus ist wie der Zei­ge­fin­ger dei­nes Bil­des: er lenkt die Auf­merk­sam­keit des Betrach­ters genau dort­hin, wo du sie haben möch­test. In der Natur­fo­to­gra­fie kann die rich­ti­ge Fokus­tech­nik den Unter­schied zwi­schen einem guten und einem groß­ar­ti­gen Bild aus­ma­chen.

  • Ein­zel­bild-Modus (AF‑S oder One Shot): Dies ist der gän­gigs­te Fokus, denn er eig­net sich her­vor­ra­gend für sta­ti­sche Moti­ve wie Land­schaf­ten oder still­ste­hen­de Tie­re. Er ist wie ein zuver­läs­si­ger Freund, der dir hilft, den Fokus genau dort zu set­zen, wo du ihn haben möch­test.
  • Nach­führ-Auto­fo­kus (AI Ser­vo oder AF‑C): Hilft dir, beweg­li­che Moti­ve wie Vögel im Flug scharf zu hal­ten. Es ist, als wür­dest du den Vogel in sei­nem Flug beglei­ten und jede Bewe­gung fest­hal­ten.
  • Zonen­fo­kus: Die­ser Fokus ist nütz­lich, wenn du meh­re­re Objek­te in einer Land­schafts­auf­nah­me scharf dar­stel­len möch­test.

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Naturfotografie lernen: Grundlagen der Bildkomposition

Die geschick­te Anwen­dung von Kom­po­si­ti­ons­tech­ni­ken ist ein grund­le­gen­der Aspekt der Foto­gra­fie und der Schlüs­sel zu ein­drucks­vol­len Fotos. Hier sind eini­ge wich­ti­ge Regeln, die du dir mer­ken soll­test:

  • Drit­tel­re­gel: Akti­vie­re die Git­ter­li­ni­en dei­ner Kame­ra, um dein Bild in neun glei­che Berei­che zu unter­tei­len. Plat­zie­re das Haupt­mo­tiv an einem der Schnitt­punk­te der Lini­en. Dadurch wirkt das Foto natür­li­cher und der Blick des Betrach­ters wird har­mo­nisch durch das Bild geführt. Im Gegen­satz dazu kann eine exakt zen­tra­le Anord­nung ein ste­ri­les und weni­ger dyna­mi­sches Gefühl erzeu­gen.
  • Füh­rungs­li­ni­en: Lini­en im Bild, wie Wege, Zäu­ne oder Stra­ßen­schil­der, len­ken den Blick des Betrach­ters in die Tie­fe und ver­lei­hen der Auf­nah­me eine zusätz­li­che Dimen­si­on.
  • Sym­me­trie: Sym­me­tri­sche Kom­po­si­tio­nen ver­mit­teln ein geord­ne­tes, struk­tur­be­ton­tes Gefühl. Sie wir­ken oft ästhe­tisch anspre­chend, kön­nen aber in man­chen Fäl­len auch einen eher ste­ri­len Ein­druck hin­ter­las­sen.
  • Nega­ti­ver Raum: Der lee­re Raum rund um dein Haupt­mo­tiv, der soge­nann­te nega­ti­ve Raum, lenkt den Fokus auf das Motiv selbst und ver­stärkt des­sen Wir­kung.
  • Mus­ter: Wie­der­keh­ren­de Mus­ter oder Struk­tu­ren erzeu­gen visu­el­les Inter­es­se und ver­lei­hen dei­nen Bil­dern eine beson­de­re Dyna­mik.

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Fotografie für Anfänger Buch: Stimmungen vermitteln und Emotionen wecken

Kreativität entfalten: Finde Deinen persönlichen Fotostil

Foto­gra­fie ist nicht nur eine Tech­nik, son­dern auch eine Art, sich selbst aus­zu­drü­cken. Als Anfän­ger fühlst du dich viel­leicht noch unsi­cher oder über­for­dert mit all den Ein­stel­lun­gen an dei­ner Kame­ra. Die unzäh­li­gen Optio­nen für Bild­kom­po­si­tio­nen und der Wunsch, dei­ne Fotos ein­zig­ar­tig zu gestal­ten kön­nen leicht über­for­dern. Der Weg zu dei­nem eige­nen Foto­stil ist ein Pro­zess, der Zeit braucht, und es ist okay, dabei auch mal Feh­ler zu machen. Die­se Feh­ler hel­fen dir, zu wach­sen und dei­nen Stil wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Hier sind für dei­nen Weg eini­ge Tipps für gute Fotos.

Fotografieren lernen mit Spiegelreflexkamera: Belichtungskorrektur

In der Natur­fo­to­gra­fie steht die Belich­tung an ers­ter Stel­le, um beein­dru­cken­de Fotos zu erzie­len. Aber wie fin­dest du die rich­ti­ge Belich­tung? Mei­ne Fotos hat­ten am Anfang oft die fal­sche Belich­tung. Vor allem, wenn ich dra­ma­ti­sche Effek­te wie Gewit­ter­wol­ken foto­gra­fie­ren woll­te, waren die Fotos fast aus­nahms­los zu dun­kel. Hier sind ein­fa­che Wege, um Belich­tung und Mess­me­tho­den zu meis­tern. Der Arti­kel Die rich­ti­ge Belich­tung mes­sen und ein­stel­len von whitewall.com geht detail­liert die Belich­tungs­mes­sung.

Die Rolle der Belichtungskorrektur

Grundlagen der Fotografie: Belichtungsanzeige der Kamera
Abbil­dung 9: Belich­tungs­an­zei­ge der Kame­ra

Wie funktioniert es in der Praxis?

  1. Hel­le Sze­nen: Stehst du vor einer ver­schnei­ten Land­schaft oder offe­nen Land­schaft mit strah­len­den Son­nen­schein? Dei­ne Kame­ra signa­li­siert viel­leicht eine zu hel­le Belich­tung und macht das Bild zu dun­kel. Hier kannst du mit einer posi­ti­ven Belich­tungs­kor­rek­tur (zum Bei­spiel +1) nach­hel­fen.
  2. Dunk­le Sze­nen: Bei einem Wald­spa­zier­gang oder einer Auf­nah­me in der Däm­me­rung pas­siert oft das Gegen­teil: die Kame­ra über­kom­pen­siert und das Foto wird zu hell. Eine nega­ti­ve Kor­rek­tur (zum Bei­spiel ‑1) bringt die Stim­mung zurück.
  3. Son­nen­un­ter­gän­ge: Hier emp­feh­le ich dir, leicht unter­zu­be­lich­ten (etwa ‑0.7 bis ‑1). So bewahrst du die sat­ten Far­ben und ver­hin­derst, dass der Him­mel aus­brennt.

Spiel mit den Ein­stel­lun­gen, mach Feh­ler und ler­ne dar­aus. Die Natur ist gedul­dig und bie­tet dir immer neue Chan­cen. Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür ent­wi­ckeln, wie du die Belich­tungs­kor­rek­tur ein­set­zen musst, um genau das Bild ein­zu­fan­gen, das du vor Augen hast. Und glaub mir, wenn du dann dein ers­tes per­fekt belich­te­tes Natur­fo­to siehst, wirst du enorm stolz sein!

Naturfotografie lernen: Tipps für Anfänger

Nie­mand macht von Anfang an per­fek­te Fotos, auch die Pro­fi­fo­to­gra­fen haben teils Jah­re gebraucht. Rich­tig foto­gra­fie­ren Ler­nen bedeu­tet Aus­pro­bie­ren, Feh­ler machen und genau das ist in der Foto­gra­fie völ­lig nor­mal. Hier sind eini­ge Tipps, die dir hel­fen, schnel­ler Fort­schrit­te zu machen:

Fotografieren für Anfänger: Die richtige Kamera

Die wohl häu­figs­te Fra­ge lau­tet: “Wel­che Kame­ra ist die Bes­te für Natur­fo­to­gra­fie?” Ganz ehr­lich? Die bes­te Kame­ra ist die, die du wirk­lich nutzt, egal ob Han­dy, Kom­pakt­ka­me­ra oder Spie­gel­re­flex­ka­me­ra. Jede Kame­ra kann tol­le Fotos machen, wenn du weißt, wie du sie bedienst, das Licht nutzt und die Grund­re­geln der Bild­kom­po­si­ti­on kennst. Fang mit dem, was du hast, an und leg den Fokus auf das Foto­gra­fie­ren, nicht auf die Tech­nik. Wenn du über den Kauf einer Kame­ra nach­denkst, emp­feh­le ich dir mei­nen Bei­trag Kame­ra für Ein­stei­ger.

Übung macht den Meister

“Viel foto­gra­fie­ren” allein reicht nicht, wenn du dich ver­bes­sern willst. Ein bewuss­ter Ansatz hilft mehr:

  • Pro­bie­re ver­schie­de­ne Licht­ver­hält­nis­se aus – mor­gens, mit­tags, abends. So ent­wi­ckelst du ein Gefühl für Licht­stim­mun­gen.
  • Beschrän­ke dich bewusst – nut­ze einen Tag lang nur eine Brenn­wei­te oder foto­gra­fie­re nur ein bestimm­tes The­ma (z. B. Blät­ter, Was­ser oder Mus­ter in der Natur).
  • Ver­glei­che dei­ne Bil­der – schau dir alte und

Bildanalyse: Lerne aus deinen Fehlern

Wenn ein Bild nicht so aus­sieht, wie du es dir vor­ge­stellt hast, stell dir drei Fra­gen:

  • Ist die Belich­tung rich­tig? Falls nicht, expe­ri­men­tie­re mit der Belich­tungs­kor­rek­tur.
  • Ist das Motiv klar erkenn­bar? Falls das Bild unüber­sicht­lich wirkt, über­le­ge, ob ein ande­rer Bild­aus­schnitt hel­fen wür­de.
  • Trans­por­tiert das Bild eine Stim­mung? Falls nicht, ver­su­che, gezielt Licht, Far­ben oder Per­spek­ti­ven ein­zu­set­zen.

Setze dir kleine Herausforderungen

Ler­nen macht mehr Spaß, wenn es spie­le­risch bleibt. War­um nicht eine klei­ne Chall­enge für dich selbst fest­le­gen? Zum Bei­spiel:

  • Foto­gra­fie­re eine Woche lang jeden Tag eine Pflan­ze aus einem ande­ren Win­kel.
  • Ver­su­che, nur mit natür­li­chem Licht zu arbei­ten, ohne auf die Auto­ma­tik zu ver­trau­en.
  • Erstel­le eine Mini-Serie von Bil­dern zu einem bestimm­ten The­ma – z. B. „Spu­ren im Sand“ oder „Far­ben des Herbs­tes“.

Mit die­sen Tipps wirst du Schritt für Schritt siche­rer und ent­wi­ckelst ein foto­gra­fi­sches Auge. Wich­tig ist: Sei gedul­dig mit dir selbst. Jedes groß­ar­ti­ge Foto beginnt mit dem ers­ten Ver­such – und der wich­tigs­te Schritt ist, ein­fach anzu­fan­gen.

Fazit

Natur­fo­to­gra­fie ist mehr als nur das Drü­cken des Aus­lö­sers. Es geht dar­um, Momen­te und Emo­tio­nen ein­zu­fan­gen. Jetzt hast du das nöti­ge Wis­sen, um raus­zu­ge­hen und dei­ne Fähig­kei­ten zu ver­bes­sern. Aber Theo­rie allein reicht nicht, du musst foto­gra­fie­ren. Nimm dir dei­ne Kame­ra, expe­ri­men­tie­re mit den Ein­stel­lun­gen und ler­ne aus dei­nen Auf­nah­men. Jeder Ver­such bringt dich wei­ter. Also, wor­auf war­test du? Die Natur war­tet dar­auf, von dir ein­ge­fan­gen zu wer­den!

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Häufig gestellte Fragen

Welche Kamera eignet sich am besten für die Naturfotografie?

Es gibt nicht “die bes­te Kame­ra” und es ist auch egal ob du ein Smart­phone oder eine Digi­tal­ka­me­ra nutzt. Wich­tig bei einer DSLR-Kame­ra ist, dass sie gut in der Hand liegt und Du sie gut bedie­nen kannst.

Wie lernt man am besten Fotografieren?

Es kann am Anfang sehr schwer wir­ken, aber im Grun­de benö­tigst du nur etwas Wis­sen über die Foto­gra­fie Grund­la­gen und Freu­de am Foto­gra­fie­ren. Der Rest kommt durch stän­di­ges Üben.

Wie kann ich richtig Fotografieren lernen?

Ein Weit­win­kel­ob­jek­tiv (etwa 16–35 Mil­li­me­ter) ist per­fekt für Land­schafts­fo­to­gra­fie, da es einen gro­ßen Bild­aus­schnitt erfasst und beein­dru­cken­de Land­schafts­pan­ora­men ermög­licht.

Was brauche ich als Anfänger zum Fotografieren?

Um tol­le Fotos zu machen brauchst du für den Anfang nur die Kame­ra, die du ohne­hin dabei hast (kann auch das Smart­phone sein) und ein Ver­ständ­nis für die Foto­gra­fie Grund­la­gen.

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