Menü Schließen

Fotografieren im Regen – Erschaffe stimmungsvolle Aufnahmen

Fotografieren bei Regen

Hast du dich schon ein­mal gefragt, wie du beim Foto­gra­fie­ren im Regen beein­dru­cken­de Natur­auf­nah­men machen kannst? Das Foto­gra­fie­ren bei schlech­tem Wet­ter bie­tet ein­zig­ar­ti­ge Mög­lich­kei­ten, die Schön­heit der Natur in einem ganz beson­de­ren Licht ein­zu­fan­gen. In die­sem Bei­trag zei­ge ich dir, wie du die Her­aus­for­de­run­gen bei der Land­schafts­fo­to­gra­fie bei Regen meis­terst und sie in krea­ti­ve Chan­cen ver­wan­delst. Dazu gibt es am Ende auch Foto­re­zep­te zum nach­ma­chen.

Inhalts­ver­zeich­nis

Regen schafft eine ganz beson­de­re Atmo­sphä­re in der Natur. Natür­lich bringt das Foto­gra­fie­ren im Regen auch Her­aus­for­de­run­gen mit sich. Du musst dei­ne Aus­rüs­tung schüt­zen und dich an die ver­än­der­ten Licht­ver­hält­nis­se anpas­sen. Aber lass dich davon nicht ent­mu­ti­gen! Mit ein biss­chen Übung und den rich­ti­gen Tech­ni­ken wirst du bald Regen­bil­der machen, die dei­ne Betrach­ter begeis­tern. Foto­gra­fie­ren bei Regen ist etwas ganz Beson­de­res.

Warum Fotografieren im Regen

Es gibt vie­le Grün­de fürs Foto­gra­fie­ren bei Regen, denn es eröff­net dir span­nen­de Mög­lich­kei­ten, die bei Son­nen­schein ver­bor­gen blei­ben. Wenn es drau­ßen nass ist, ist es oft schwer, die Moti­va­ti­on zum Raus­ge­hen zu fin­den, das ken­ne ich von mir auch. Der Regen kann müde machen, und die Tech­nik braucht mehr Sorg­falt. Aber hier ist die Chan­ce: Der Regen kann dei­ne Bil­der auf eine Art bes­ser machen, die bei tro­cke­nem Wet­ter nicht geht. Hier sind eini­ge Grün­de, war­um es sich lohnt, dei­ne Kame­ra auch bei nas­sem Wet­ter ein­zu­pa­cken.

Ungewöhnliche und interessante Motive

Im Regen zeigt sich die Natur in einem ande­ren Licht. Die Blät­ter glän­zen, die Far­ben wir­ken fri­scher und leben­di­ger. Was bei tro­cke­nem Wet­ter unschein­bar erscheint, ist plötz­lich ein schö­ner, foto­ge­ner Moment. Ein Trop­fen, der auf einem Blatt ist, oder die Reflek­tio­nen in einer Pfüt­ze sind Details sind nur bei Regen zu fin­den. Du wirst über­rascht sein, wie vie­le neue Moti­ve dir begeg­nen, wenn du ein­fach auf­merk­sam wirst. Der Regen ist nicht nur ein Hin­der­nis, son­dern öff­net die Tür zu vie­len krea­ti­ven Mög­lich­kei­ten.

Intensivere Farben und Kontraste

Es klingt viel­leicht banal, aber der Regen ver­än­dert die Far­ben in der Natur. Die fri­sche Feuch­tig­keit lässt die Umge­bung inten­si­ver wir­ken: Bäu­me schei­nen grü­ner, der Him­mel bekommt dra­ma­ti­sche Wol­ken, und der Boden reflek­tiert das Licht auf eine Art, die bei Son­nen­schein nicht mög­lich ist. Die­se beson­de­ren Licht­ver­hält­nis­se kön­nen dei­nen Fotos mehr Tie­fe und Aus­druck ver­lei­hen. Du wirst fest­stel­len, dass sich die Far­ben durch den Regen viel stär­ker beto­nen und die Kom­po­si­ti­on leben­di­ger wirkt.

Einzigartige Lichtverhältnisse und Stimmungen

Fotografieren bei schlechtem Wetter: Regenwolken
Regen­wol­ken über dem Chiem­see

Das wei­che, sanf­te Licht ver­leiht dei­nen Fotos eine ganz beson­de­re Atmo­sphä­re, Regen­wet­ter bringt oft dra­ma­ti­sche Wol­ken­for­ma­tio­nen und wech­seln­des Licht mit sich. Die­se Bedin­gun­gen kön­nen dei­nen Fotos eine ganz beson­de­re Atmo­sphä­re ver­lei­hen. Ob du nun einen nebel­ver­han­ge­nen Wald oder dra­ma­ti­sche Sturm­wol­ken ein­fängst — die Stim­mung wird ein­zig­ar­tig sein.

Förderung von Kreativität und Durchhaltevermögen

Zuge­ge­ben, Land­schafts­fo­to­gra­fie bei Regen ist eine Her­aus­for­de­rung. Du musst dei­ne gewohn­te Her­an­ge­hens­wei­se ändern, die Kame­ra­ein­stel­lun­gen anpas­sen oder sogar neue Blick­win­kel aus­pro­bie­ren, um das Bes­te aus der Situa­ti­on her­aus­zu­ho­len. Aber genau das kann dei­nen krea­ti­ven Pro­zess anre­gen. Du lernst, mit schwie­ri­gen Bedin­gun­gen umzu­ge­hen, impro­vi­sierst und fin­dest krea­ti­ve Lösun­gen. Die­se Erfah­run­gen wer­den dich in vie­len ande­ren Berei­chen dei­ner wei­ter­brin­gen, nicht nur in der Foto­gra­fie.

Weniger Störungen und mehr Ruhe

Ein oft über­se­he­ner Vor­teil: Bei Regen­wet­ter sind weni­ger Men­schen unter­wegs. Das bedeu­tet für dich als Natur­fo­to­graf mehr Ruhe und weni­ger Ablen­kun­gen. Du kannst dich ganz auf dei­ne Moti­ve kon­zen­trie­ren und hast sogar bes­se­re Chan­cen, scheue Tie­re vor die Lin­se zu bekom­men.

Also, das nächs­te Mal, wenn der Wet­ter­be­richt Regen vor­her­sagt, pack dei­ne Kame­ra ein und mach dich auf den Weg. Die Natur hält bei jedem Wet­ter wun­der­ba­re Moti­ve für dich bereit — du musst sie nur ent­de­cken!

Foto­gra­fie­ren im Regen klingt erst ein­mal nach einer Her­aus­for­de­rung – und das ist es auch. Aber mit der rich­ti­gen Aus­rüs­tung kannst du dich voll und ganz auf das Foto­gra­fie­ren kon­zen­trie­ren, ohne dir Sor­gen um dei­ne Kame­ra oder dei­ne eige­ne Tro­cken­heit machen zu müs­sen. Hier geht es nicht dar­um, High-End-Spe­zi­al­aus­rüs­tung anzu­schaf­fen, son­dern smar­te Lösun­gen zu fin­den, die dich und dei­ne Kame­ra vor Näs­se schüt­zen.

Die richtige Ausrüstung für Regenfotografie

Sei­en wir ehr­lich: Foto­gra­fie­ren im Regen ist eine Her­aus­for­de­rung, wenn du nicht gera­de durchs täg­li­che Gas­si­ge­hen mit einem Hund abge­här­tet bist. Doch mit der pas­sen­den Klei­dung und einem, Regen­schutz für dei­ne Aus­rüs­tung kann dir das schlech­te Wet­ter nichts anha­ben und du kannst dich ganz auf das Foto­gra­fie­ren kon­zen­trie­ren. Ich zei­ge dir, wie du ohne teu­re Spe­zi­al­aus­rüs­tung dich und dei­ne Aus­rüs­tung vor Näs­se schützt.

Ausrüstungsschutz

Der Schutz dei­ner Kame­ra­aus­rüs­tung ist beim Foto­gra­fie­ren im Regen obers­te Prio­ri­tät. Hier sind eini­ge bewähr­te Metho­den:

  • Regen­schutz für die Kame­ra: Inves­tie­re in eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge, was­ser­dich­te Kame­ra­ta­sche oder ‑abde­ckung. Die­se bie­ten effek­ti­ven Schutz vor Regen und Feuch­tig­keit1.
  • Gegen­licht­blen­de ver­wen­den:: Sie hält nicht nur Streu­licht ab, son­dern schützt auch die Front­lin­se vor Regen­trop­fen.
  • Mikro­fa­ser­tü­cher griff­be­reit hal­ten: Damit kannst du schnell Was­ser­trop­fen von der Lin­se wischen, ohne Krat­zer zu ris­kie­ren.
  • Hand­tuch mit­neh­men: Packe immer ein Hand­tü­cher mit, um dei­ne Aus­rüs­tung bei Bedarf abzu­trock­nen.

Persönliche Ausrüstung

Dein eige­ner Kom­fort ist eben­so wich­tig wie der Schutz dei­ner Kame­ra:

  • Was­ser­dich­te Jacke mit Kapu­ze: Hält dich tro­cken und schützt die Kame­ra, wenn du sie mal kurz unter die Jacke neh­men musst.
  • Was­ser­dich­te Hand­schu­he: Beson­ders prak­tisch, wenn es kalt ist. Dün­ne Model­le mit Grip sor­gen dafür, dass du die Kame­ra noch gut bedie­nen kannst.
  • Was­ser­dich­te Schu­he oder Stie­fel: Gera­de wenn du in der Natur unter­wegs bist, willst du nicht schon nach ein paar Schrit­ten mit nas­sen Füßen daste­hen.

Planung

Eine gute Vor­be­rei­tung ist der Schlüs­sel zum Erfolg:

  • Über­prü­fe den Wet­ter­be­richt: Infor­mie­re dich vor­ab über die genau­en Wet­ter­be­din­gun­gen. So kannst du dei­ne Aus­rüs­tung und Klei­dung opti­mal anpas­sen.
  • Aus­wahl geeig­ne­ter Loca­ti­ons: Suche dir Orte aus, die bei Regen beson­ders inter­es­sant sein könn­ten. Den­ke an Stadt­land­schaf­ten mit spie­geln­den Pfüt­zen oder Natur­sze­nen, die im Regen eine beson­de­re Atmo­sphä­re ent­wi­ckeln.

 Nützliche Zusatzausrüstung

  • Sta­tiv: Ein sta­bi­les, wet­ter­fes­tes Sta­tiv kann bei schlech­ten Licht­ver­hält­nis­sen hilf­reich sein. Ach­te auf Mate­ria­li­en wie Alu­mi­ni­um oder Car­bon, die nicht ros­ten. Gum­mi­fü­ße sind bes­ser als Spikes, da sie auf nas­sem Unter­grund Halt bie­ten. Nach der Nut­zung soll­test du das Sta­tiv gründ­lich trock­nen, um Schmutz und Feuch­tig­keit in den Gelen­ken zu ver­mei­den.
  • Durch­sich­ti­ger Regen­schirm: Ein durch­sich­ti­ger Regen­schirm schützt dich und dei­ne Kame­ra vor Regen, ohne das Licht zu beein­träch­ti­gen. Das ist beson­ders nütz­lich, wenn du nicht nur foto­gra­fie­ren, son­dern auch beob­ach­ten möch­test.
  • Sili­ca-Gel-Päck­chen: Die­se hel­fen, Feuch­tig­keit in der Kame­ra­ta­sche zu redu­zie­ren und Kon­den­sa­ti­on zu ver­hin­dern. Beson­ders bei feuch­tem Wet­ter sind sie eine ein­fa­che Metho­de, um die Aus­rüs­tung zu schüt­zen.
  • Ersatz­ak­kus: Kal­te und feuch­te Bedin­gun­gen ent­la­den Akkus schnel­ler. Ein zusätz­li­cher Akku in einer war­men Innen­ta­sche kann den Tag ret­ten.

Du siehst, du brauchst kei­ne teu­re Aus­rüs­tung, um im Regen tol­le Fotos zu machen, ein paar durch­dach­te Vor­keh­run­gen rei­chen oft schon aus. Der Schlüs­sel ist, vor­be­rei­tet zu sein: Schüt­ze dei­ne Kame­ra, sor­ge für tro­cke­ne Klei­dung und über­le­ge dir vor­her, wel­che Hilfs­mit­tel dir das Foto­gra­fie­ren erleich­tern kön­nen. Wenn du dich wohl­fühlst und dei­ne Tech­nik sicher ist, kannst du dich ganz auf die Moti­ve kon­zen­trie­ren, und genau dar­um geht es ja schließ­lich.


Jetzt News­let­ter abon­nie­ren und monat­lich Tipps und Inspi­ra­ti­on rund um die Natur­fo­to­gra­fie erhal­ten. Zudem wirst Du sofort infor­miert, wenn es neu­en Bei­trag auf mei­nem Blog gibt. Hole dir als Dan­ke­schön das eBook “Natur­fo­to­gra­fie meis­tern für Anfän­ger und Fort­ge­schrit­te­ne + Natur­fo­to­gra­fie Check­lis­te”, damit du die häu­figs­ten Her­aus­for­de­run­gen in der Natur­fo­to­gra­fie mühe­los meis­terst.

Ich ver­sen­de kei­ne Wer­bung! Dei­ne E‑Mail-Adres­se wird aus­schließ­lich zum Ver­sand des News­let­ters ver­wen­det. Mehr Infos fin­dest Du in der Daten­schutz­er­klä­rung.

Kreative Ideen für Naturfotografie im Regen

Regen ver­än­dert die Natur auf eine Wei­se, die man bei Son­nen­schein oft gar nicht wahr­nimmt. Das wei­che Licht, die glän­zen­den Ober­flä­chen und die Trop­fen, die sich auf Blät­tern, Spin­nen­net­zen oder Stei­nen sam­meln – all das bie­tet dir völ­lig neue foto­gra­fi­sche Mög­lich­kei­ten. Doch wel­che Moti­ve loh­nen sich beson­ders? Hier sind eini­ge Ideen, die du beim nächs­ten Regen­schau­er aus­pro­bie­ren kannst.

Makroaufnahmen von Regentropfen

Regen­trop­fen sind fas­zi­nie­ren­de Moti­ve für Nah­auf­nah­men. Suche nach Blät­tern, Blü­ten oder Spinn­we­ben, auf denen sich Was­ser­trop­fen gesam­melt haben. Mit etwas Geduld kannst du wun­der­schö­ne Details und Refle­xio­nen in den Trop­fen ein­fan­gen. Pro­bie­re ver­schie­de­ne Blick­win­kel aus, manch­mal zeigt sich die Schön­heit erst, wenn du dich auf Augen­hö­he mit dei­nem Motiv begibst. Einen aus­führ­li­chen Leit­fa­den fin­dest du in mei­nem Bei­trag über Makro­fo­to­gra­fie.

Spiegelungen in Pfützen

Pfüt­zen sind wie natür­li­che Spie­gel in der Land­schaft. Suche nach inter­es­san­ten Spie­ge­lun­gen von Bäu­men, Wol­ken oder Land­schafts­ele­men­ten. Expe­ri­men­tie­re mit ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven: Mal kannst du die gesam­te Pfüt­ze im Bild zei­gen, mal nur einen Aus­schnitt der Spie­ge­lung. Denk dar­an, dass auch klei­ne Pfüt­zen groß­ar­ti­ge Moti­ve sein kön­nen! Vie­le Motiv­ideen und aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen dazu gibt es in mei­nem Bei­trag über Was­ser­spie­ge­lun­gen.

Pflanzen im Regen

Blät­ter und Blü­ten wir­ken nach einem Regen­schau­er oft inten­si­ver. Das Was­ser ver­stärkt die Far­ben und hebt fei­ne Struk­tu­ren her­vor. Beson­ders inter­es­sant sind auch die unter­schied­li­chen Ober­flä­chen: Wäh­rend Was­ser auf eini­gen Blät­tern in Trop­fen abperlt, bleibt es auf ande­ren als fei­ner Film haf­ten. Die­se Unter­schie­de machen die Natur noch span­nen­der, und du kannst sie mit dei­ner Kame­ra sicht­bar machen.

Natur- und Tierfotografie bei Regenwetter

Vie­le Tie­re zei­gen bei Regen ein beson­de­res Ver­hal­ten. Vögel, die ihre Federn put­zen, oder Säu­ge­tie­re, die Schutz suchen, kön­nen inter­es­san­te Moti­ve sein. Auch Pflan­zen sehen im Regen anders aus: Blü­ten und Blät­ter glän­zen und wir­ken oft inten­si­ver in ihrer Farb­ge­bung. Prak­ti­sche Tipps für die Wild­tier­fo­to­gra­fie Deutsch­land fin­dest du Bei­trag über Tier­fo­to­gra­fie

Nebelstimmungen im Wald

Nach einem Regen­schau­er bil­det sich oft Nebel, beson­ders in Wald­ge­bie­ten. Die­se mys­ti­sche Atmo­sphä­re kannst du nut­zen, um stim­mungs­vol­le Bil­der zu schaf­fen. Ach­te auf Licht­strah­len, die durch die Bäu­me fal­len, oder auf die Art, wie der Nebel die Tie­fe des Wal­des betont.

Regenbogen als Highlight

Wenn die Son­ne nach einem Regen­schau­er wie­der her­aus­kommt, hal­te nach einem Regen­bo­gen und dem natür­li­chen Farb­spek­ta­kel Aus­schau. Regen­bö­gen ent­ste­hen, wenn Son­nen­licht auf noch vor­han­de­ne Regen­trop­fen trifft. Ein Regen­bo­gen hält oft nur weni­ge Minu­ten, also heißt es schnell sein

Regen ver­än­dert die Natur auf eine Wei­se, die du nur wahr­nimmst, wenn du dich dar­auf ein­lässt. Anstatt das schlech­te Wet­ter als Hin­der­nis zu sehen, kannst du es als Gele­gen­heit betrach­ten, dei­ne Moti­ve aus einer neu­en Per­spek­ti­ve zu ent­de­cken. Lass dich nicht ent­mu­ti­gen, wenn nicht gleich alles klappt. Oft ent­ste­hen die bes­ten Bil­der, wenn man etwas Neu­es aus­pro­biert. Genie­ße den Pro­zess des Ent­de­ckens und Ler­nens, denn das macht die Natur­fo­to­gra­fie so beson­ders!

Kameraeinstellungen für Regenaufnahmen

Regen fotografieren Einstellungen

Foto­gra­fie­ren im Regen stellt beson­de­re tech­ni­sche Her­aus­for­de­run­gen dar, aber mit ein paar geziel­ten Ein­stel­lun­gen kannst du beein­dru­cken­de Ergeb­nis­se erzie­len. Es geht dar­um, das Licht rich­tig zu nut­zen und die pas­sen­de Belich­tung zu fin­den.

Kameraeinstellungen

Beim Foto­gra­fie­ren im Regen spie­len die rich­ti­gen Kame­ra­ein­stel­lun­gen eine ent­schei­den­de Rol­le. Hier sind die wich­tigs­ten Punk­te, die du beach­ten soll­test:

Verschlusszeit

Die Ver­schluss­zeit hängt davon ab, wel­chen Effekt zu fest­hal­ten möch­test:

  • Kur­ze Ver­schluss­zei­ten (1/500 Sekun­den bis 1/1000 Sekun­den) frie­ren Regen­trop­fen in der Luft ein und las­sen sie scharf und deut­lich erschei­nen.
  • Län­ge­re Ver­schluss­zei­ten (1/15 Sekun­den bis 1/60 Sekun­den) füh­ren zu Bewe­gungs­un­schär­fe, was den Ein­druck von flie­ßen­dem Regen ver­stärkt und eine dra­ma­ti­sche Atmo­sphä­re erzeugt.

Blende

  • Eine offe­ne Blen­de (f/4 bis f/8) ist oft ide­al, um das Licht zu maxi­mie­ren, aber auch eine gerin­ge Tie­fen­schär­fe zu erzie­len. Dies führt zu schö­nen Bokeh-Effek­ten, bei denen unschar­fe Regen­trop­fen oder Hin­ter­grund­de­tails stim­mungs­voll in Sze­ne gesetzt wer­den.
  • Eine geschlos­se­ne Blen­de (f/8 bis f/16) sorgt für grö­ße­re Schär­fen­tie­fe, wie bei­spiels­wei­se bei wei­ten Land­schafts­auf­nah­men im Regen.

ISO-Wert

Bei Regen kann das Licht schnell schwin­den, also soll­test du den ISO-Wert anpas­sen, um Belich­tungs­pro­ble­me zu ver­mei­den. Wäh­le einen nied­ri­gen ISO-Wert (ISO 100–400), um Bild­rau­schen zu ver­mei­den. Ach­te dar­auf, dass du den ISO-Wert nicht zu stark erhöhst, da dies bei Regen­bil­dern schnell zu Rau­schen füh­ren kann, beson­ders in den dunk­len Berei­chen. Tes­te ein­fach, wie hoch du den ISO-Wert stel­len kannst, ohne eine Beein­träch­ti­gung der Bild­qua­li­tät zu erhal­ten

Weißabgleich

Der auto­ma­ti­sche Weiß­ab­gleich funk­tio­niert bei Regen­wet­ter oft am Bes­ten. Wenn dei­ne Bil­der jedoch zu kühl erschei­nen, kannst du den Weiß­ab­gleich auf “Wol­ken” stel­len, um dei­nen Bil­dern mehr Wär­me zu ver­lei­hen. Wich­tig ist immer, was du mit dei­nen Regen­fo­tos zum Aus­druck brin­gen willst. Ein kal­ter Novem­ber­re­gen wirkt ganz anders, als ein war­mer Mai-Regen.

Spezielle Techniken

Neben den all­ge­mei­nen Kame­ra­ein­stel­lun­gen gibt es eini­ge spe­zi­el­le Tech­ni­ken, die dir hel­fen, die ein­zig­ar­ti­ge Atmo­sphä­re des Regens noch bes­ser ein­zu­fan­gen. Die­se Tech­ni­ken erfor­dern oft ein biss­chen Expe­ri­men­tier­freu­dig­keit, aber sie kön­nen dei­ne Bil­der wirk­lich her­aus­ra­gen las­sen.

Blitzfotografie im Regen

Bei Blitz­fo­to­gra­fie im Regen wird der Blitz ver­wen­det, um die Regen­trop­fen her­vor­zu­he­ben und das Bild gleich­zei­tig dra­ma­ti­scher zu gestal­ten. Ach­te dar­auf, den Blitz von der Sei­te oder schräg von oben abzu­feu­ern, um Refle­xio­nen und Über­be­lich­tun­gen zu ver­mei­den. Für die rich­ti­ge Balan­ce zwi­schen Blitz und Umge­bungs­licht soll­te die Blitz­leis­tung oft etwas redu­ziert wer­den. Expe­ri­men­tie­re mit der Blitz­syn­chro­ni­sa­ti­on, um ver­schie­de­ne krea­ti­ve Effek­te zu erzie­len.

Schwarz-Weiß in der Regenfotografie

Schwarz-Weiß-Foto­gra­fie hat die Kraft, die Stim­mung eines Bil­des erheb­lich zu ver­än­dern. Für die Land­schafts­fo­to­gra­fie bei Regen ist die­se Tech­nik beson­ders effek­tiv, da du den Fokus auf die emo­tio­na­le Tie­fe der Sze­ne legen kannst. Wenn du dich für Schwarz­weiß ent­schei­dest, ach­te dar­auf, dass dein Bild genü­gend Kon­tras­te ent­hält, um die Sze­ne inter­es­sant zu machen. Regen­auf­nah­men mit star­ken Hell-Dun­kel-Unter­schie­den (z. B. Licht­strah­len durch Wol­ken oder dunk­le Sil­hou­et­ten) eig­nen sich beson­ders gut. Wenn du mehr über den krea­ti­ven Ein­satz von Schwarz-Weiß in der Natur­fo­to­gra­fie erfah­ren möch­test, schaue dir mei­nen Blog­bei­trag zur Schwarz-Weiß-Foto­gra­fie an.

Fotografieren im Regen: Bildkomposition

Regen kann dei­ne Natur­fo­tos in etwas ganz Beson­de­res ver­wan­deln. Hier sind eini­ge Tipps, wie du dei­ne Bil­der beim Foto­gra­fie­ren im Regen ein­drucks­voll gestal­ten kannst:

Nutzung von Linien und Formen

Regen schafft oft inter­es­san­te Lini­en und For­men in der Natur. Ach­te auf:

  • Rinn­sa­le auf Blät­tern oder Baum­stäm­men
  • Mus­ter von Regen­trop­fen auf Ober­flä­chen
  • Wel­len­för­mi­ge Refle­xio­nen in Pfüt­zen

Ver­su­che, die­se natür­li­chen Lini­en so in dei­nem Bild zu plat­zie­ren, dass sie den Blick des Betrach­ters füh­ren.

Farbkontraste im Regen

Nas­se Ober­flä­chen erschei­nen oft sat­ter in der Far­be. Nut­ze das, um Kon­tras­te zu beto­nen:

  • Suche nach bun­ten Ele­men­ten, die sich vom grau­en Him­mel abhe­ben
  • Ach­te auf den Kon­trast zwi­schen nas­sen, dunk­len Berei­chen und hel­le­ren Ele­men­ten

Framing mit Regenschirmen oder Fenstern

Obwohl wir uns auf Natur­fo­to­gra­fie kon­zen­trie­ren, kön­nen die­se Ele­men­te nütz­lich sein:

  • Ein Regen­schirm kann als natür­li­cher Rah­men die­nen und gleich­zei­tig die Regen­si­tua­ti­on beto­nen
  • Foto­gra­fie­re durch ein regen­nas­ses Fens­ter, um eine zusätz­li­che Ebe­ne in dein Bild zu brin­gen

Denk dar­an, dass die­se Tech­ni­ken Werk­zeu­ge sind, die du krea­tiv ein­set­zen kannst. Expe­ri­men­tie­re und fin­de her­aus, was am bes­ten zu dei­nem per­sön­li­chen Stil und der jewei­li­gen Regen­si­tua­ti­on passt.

Fotografieren bei schlechten Wetter: Nachbearbeitung von Regenfotos

Die Nach­be­ar­bei­tung von Regen­fo­tos bie­tet dir die Mög­lich­keit, die Stim­mung und Atmo­sphä­re dei­ner Auf­nah­men noch wei­ter zu ver­stär­ken. Gera­de bei Fotos, die im Regen ent­stan­den sind, kön­nen klei­ne Anpas­sun­gen oft eine gro­ße Wir­kung erzie­len. Die Regen­auf­nah­men, die du drau­ßen machst, kön­nen in der Bear­bei­tung noch mehr Tie­fe und Dra­ma­tik erhal­ten.

Kontrast- und Farboptimierung

Regen­fo­tos kön­nen manch­mal etwas flau wir­ken. Mit ein paar ein­fa­chen Anpas­sun­gen holst du mehr aus dei­nen Bil­dern her­aus:

  • Erhö­he vor­sich­tig den Kon­trast, um die Struk­tu­ren im Bild zu beto­nen.
  • Ver­stär­ke die Sät­ti­gung leicht, um die durch den Regen inten­si­vier­ten Far­ben noch mehr zur Gel­tung zu brin­gen.
  • Spiel mit den Lich­tern und Schat­ten, um die Stim­mung zu ver­stär­ken.

Hervorheben von Regentropfen

Manch­mal sind Regen­trop­fen auf dem Foto nicht so deut­lich zu sehen wie in der Rea­li­tät. Hier ein paar Tipps:

  • Erhö­he lokal die Klar­heit oder Struk­tur in den Berei­chen mit Regen­trop­fen.
  • Expe­ri­men­tie­re mit der Schär­fe, um die Trop­fen deut­li­cher her­vor­tre­ten zu las­sen.
  • Nut­ze den Pin­sel-Werk­zeug, um ein­zel­ne Trop­fen gezielt auf­zu­hel­len.

Stimmungsvolle Schwarzweiß-Konvertierung

Regen­auf­nah­men eig­nen sich oft her­vor­ra­gend für Schwarz­weiß-Kon­ver­tie­run­gen:

  • Spiel mit dem Kon­trast zwi­schen hel­len und dunk­len Berei­chen.
  • Nut­ze Gra­da­ti­ons­kur­ven, um die Mit­tel­tö­ne anzu­pas­sen und mehr Tie­fe ins Bild zu brin­gen.
  • Expe­ri­men­tie­re mit Farb­fil­tern in der Schwarz­weiß-Kon­ver­tie­rung, um bestimm­te Ele­men­te her­vor­zu­he­ben.

Denk dar­an: Die Nach­be­ar­bei­tung soll dei­ne Regen­fo­tos ver­bes­sern, nicht völ­lig ver­än­dern. Bleib nah an der natür­li­chen Stim­mung, die du beim Foto­gra­fie­ren erlebt hast. Mit etwas Übung fin­dest du schnell her­aus, wel­che Anpas­sun­gen dei­nen Bil­dern am bes­ten ste­hen.

Fotografieren bei Regen: Fotorezepte

Foto­gra­fiert Mit­te April mit dem Smart­phone, Abends:
Blen­de: f/1,9
Belich­tungs­zeit: 1/800 Sekun­den
ISO: 50

Foto­gra­fiert Anfang April mit Canon EOS 2000D 18–55 Mil­li­me­ter, am Nach­mit­tag:
Blen­de: f/4,0
Belich­tungs­zeit: 1/40 Sekun­den
ISO: 200

Foto­gra­fiert Mit­te April mit Canon EOS 2000D 18–55 Mil­li­me­ter, am Nach­mit­tag:
Blen­de: f/11,0
Belich­tungs­zeit: 1/20 Sekun­den
ISO: 100

Foto­gra­fiert Ende Sep­tem­ber mit dem Smart­phone, Mit­tags:
Blen­de: f/1,9
Belich­tungs­zeit: 1/100 Sekun­den
ISO: 100

Foto­gra­fiert Mit­te Novem­ber mit dem Smart­phone, Vor­mit­tags:
Blen­de: f/1,9
Belich­tungs­zeit: 1/500 Sekun­den
ISO: 150

Foto­gra­fiert Mit­te April mit Canon EOS 2000D 18–55 Mil­li­me­ter, am Nach­mit­tag:
Blen­de: f/4,0
Belich­tungs­zeit: 1/500 Sekun­den
ISO: 800

Fazit

Das Foto­gra­fie­ren im Regen zeigt eine Welt vol­ler Chan­cen. Lass dich nicht von den Schwie­rig­kei­ten stop­pen, son­dern sieh sie als Chan­ce, dei­ne foto­gra­fi­schen Fähig­kei­ten zu ver­bes­sern. Nimm die Kame­ra, wenn ande­re zu Hau­se sind, und sieh die ver­steck­te Schön­heit der Natur im Regen. Dei­ne Geduld und dein Ein­satz loh­nen sich mit beson­de­ren Bil­dern.

Was ist dei­ne größ­te Her­aus­for­de­rung beim Foto­gra­fie­ren im Regen? Schrei­be es in die Kom­men­tar.

Teile diesen Blogartikel!

Häufig gestellte Fragen

Wie fotografiert man bei Regen

Pas­se dei­ne Auf­nah­me­ein­stel­lun­gen an, um das bes­te Ergeb­nis zu erzie­len. Ach­te dar­auf, dass dein Objek­tiv sau­ber bleibt. Ein Sta­tiv sorgt zudem für sta­bi­le Auf­nah­men. Wenn der Regen zu stark wird, bre­che dei­ne Foto­ses­si­on ab, um dich und dei­ne Aus­rüs­tung zu schüt­zen.
Um dei­ne Kame­ra wäh­rend des Foto­gra­fie­rens vor Regen zu schüt­zen, ver­wen­de eine Regen­hül­le oder eine Plas­tik­tü­te mit Gum­mi­bän­dern, um sie abzu­dich­ten. Zum Trans­port ver­wen­de eine wet­ter­fes­te Kame­ra­ta­sche.

Wie kann ich Wassertropfen fotografieren?

1. Ver­schluss­zeit: 1/250 Sekun­de bis 1/500 Sekun­de (für grö­ße­re Regen­trop­fen), 1/800 Sekun­de bis 1/1250 Sekun­den (für klei­ne­re Regen­trop­fen)
2. Wäh­le eine Blen­de zwi­schen f/4 und f/8 für klei­ne­re Regen­trop­fen, f/11 bis f/16 für grö­ße­re Trop­fen.
3: Pas­se den ISO-Wert an, abhän­gig von den Licht­ver­hält­nis­sen zwi­schen 400 bis 800

Welche Blende verwende ich bei schlechtem Wetter?

Bei schlech­tem Wet­ter emp­feh­le ich eine grö­ße­re Blen­den­öff­nung zwi­schen f/4 und f/8 zu ver­wen­den. Dadurch kannst du auch bei schwie­ri­gen Licht­ver­hält­nis­sen kla­re­re und bes­ser belich­te­te Bil­der auf­neh­men.

Welchen ISO-Wert verwende ich bei schlechtem Wetter?

Je nach Licht­ver­hält­nis­se (zum Bei­spiel im Wald) eig­net sich ein ISO-Wert zwi­schen 400 und 800. In offe­ner Umge­bung reicht auch ein Wert zwi­schen 200 und 400.

Mel­de dich jetzt kos­ten­los zum News­let­ter an und monat­lich Tipps und Inspi­ra­ti­on rund um die Natur­fo­to­gra­fie. Zudem wirst Du sofort infor­miert, wenn es neu­en Bei­trag auf mei­nem Blog gibt. Hole dir als Danks das eBook “Natur­fo­to­gra­fie meis­tern für Anfän­ger und Fort­ge­schrit­te­ne” + Natur­fo­to­gra­fie Check­lis­te, damit du die häu­figs­ten Her­aus­for­de­run­gen in der Natur­fo­to­gra­fie mühe­los meis­terst.

Ich ver­sen­de kei­ne Wer­bung! Dei­ne E‑Mail-Adres­se wird aus­schließ­lich zum Ver­sand des News­let­ters ver­wen­det. Mehr Infos fin­dest Du in der Daten­schutz­er­klä­rung.

Kommentar verfassen

error: Content is protected !!