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Faszination Waldfotografie: Details, die den Unterschied machen

Waldfotografie
Lese­dau­er: 9 Minu­ten

Es ist ein frü­her Mor­gen, der Wald erwacht lang­sam, wäh­rend die ers­ten Son­nen­strah­len durch das dich­te Blät­ter­dach bre­chen. Stil­le umgibt dich, unter­bro­chen nur vom Zwit­schern der Vögel und dem Rascheln der Blät­ter. Foto­gra­fie­ren im Wald ist mehr als das Fest­hal­ten von Bil­dern, es ist eine Rei­se in eine Welt vol­ler Details, die im All­tag oft unbe­merkt blei­ben. Mit jedem Schritt eröff­nen sich neue Per­spek­ti­ven, die die Essenz der Wald­fo­to­gra­fie aus­ma­chen: Licht und Schat­ten, Ruhe und Bewe­gung, Mys­tik und Klar­heit. Im Rah­men der Blog­pa­ra­de Monats­spa­zier­gang lüf­te ich die Kunst, stim­mungs­vol­le Fotos vom Wald zu machen.

Fotografieren im Wald: Das Wichtigste im Überblick

Bevor ich detail­lier­ter auf die Wald­fo­to­gra­fie ein­ge­he, gebe ich dir schon mal einen Über­blick für die wich­tigs­ten Punk­te:

  • Kame­ra­ein­stel­lun­gen: Eine gute Aus­gangs­ba­sis ist eine Blen­de zwi­schen f8 und f11 und ein nied­ri­ger ISO (50–100). Wenn du Nah­auf­nah­men von Blät­tern, Baum­rin­den oder Tie­re wie Spin­nen machen willst, redu­zierst du die Blen­den­zahl auf ein Mini­mum.
  • Objek­tiv: Ich nut­ze ent­we­der das Smart­phone, oder mei­ne Canon-Kame­ra mit Weit­win­kel-Objek­tiv (24–55 mm).
  • Bild­ge­stal­tung: Nut­ze die bekann­te Regeln der BIld­kom­po­si­ti­on. Wald­we­ge kön­nen bei­spiels­wei­se idea­le Füh­rungs­li­ni­en dar­stel­len, die auf das Haupt­mo­tiv hin­lau­fen. Auch Licht­strah­len oder Schat­ten kön­nen eine per­fek­te Hin­füh­rung auf das Motiv sein.
  • Refle­xio­nen ein­fan­gen: Nut­ze Was­ser­pfüt­zen, oder Tei­che im Wald, um fas­zi­nie­ren­de Was­ser­spie­ge­lun­gen ein­zu­fan­gen
  • Licht­ver­hält­nis­se beach­ten: Mache Gegen­licht­auf­nah­men von der Son­ne und fan­ge die Son­nen­ster­ne ein. Ach­te auf das Spiel zwi­schen Licht und Schat­ten.
  • Atmo­sphä­re: Nute unter­schied­li­che Wet­ter­be­din­gun­gen wie Nebel, Regen oder Son­nen­schein für stim­mungs­vol­le Auf­nah­men
  • Jah­res­zei­ten: Nut­zen die Viel­falt der Jah­res­zei­ten, um durch ver­schie­de­ne Sze­nen und Far­ben den glei­chen Ort mit wech­seln­dem Cha­rak­ter dar­zu­stel­len. Foto­ideen für jede Jah­res­zeit bie­tet dir der Bei­trag der Foto­no­ma­den.
  • RAW-For­mat: Die­ses For­mat braucht zwar mehr Spei­cher­platz, aber im Gegen­satz zum JPG-For­mat spei­chert es alle Bild­de­tails, was dir in der Nach­be­ar­bei­tung vor allem bei hel­len und dunk­len Stel­len zu Gute kommt.

Ausrüstungsempfehlung für Wald Fotografie

Im Prin­zip brauchst du nur eine Kame­ra, oder dein Smart­phone, denn damit allei­ne kannst du bezau­bern­de Fotos vom Wald machen. Es gibt noch ein paar Es gibt vie­le Sei­ten, die dir sehr detail­lier­te Emp­feh­lun­gen zur Aus­rüs­tung bie­ten, die für die Wald­fo­to­gra­fie beson­ders geeig­net ist. Hier­bei wird nicht nur auf die Kame­ra und Objek­ti­ve ein­ge­gan­gen, son­dern auch auf wei­te­res Zube­hör. Zum Bei­spiel:

  • Kame­ra: Ob du eine her­kömm­li­che DSLR-Kame­ra, eine spie­gel­lo­se Kame­ra, oder dein Smart­phone zum foto­gra­fie­ren ver­wen­dest spielt kei­ne gro­ße Rol­le. Ich nut­ze ent­we­der das Smart­phone, oder mei­ne Canon-Kame­ra mit Weit­win­kel-Objek­tiv (24–55 mm).
  • Weit­win­kel­ob­jek­ti­ve (z.B. 18–55mm): In aller Regel bist da damit sehr gut aus­ge­stat­tet, wenn du wei­te Land­schaf­ten und die Tie­fe des Wal­des ein­fan­gen willst. Damit lässt sich die Wei­te und Grö­ße des Wal­des bes­ser ver­mit­teln.
  • Tele­ob­jek­ti­ve (z.B. 70–200mm): Das ist nütz­lich, um scheue Tie­re wie Vögel, Rehe, oder Eich­hörn­chen im Wald zu foto­gra­fie­ren. Wald­tie­re reagie­ren sehr schnell auf Geräu­sche, des­we­gen wirst du nicht nahe genug ran­kom­men, um dein Weit­win­kel­ob­jek­tiv zu nut­zen.
  • Pol­fil­ter: Ein Pol­fil­ter kann das Grün der Blät­ter und das Blau des Him­mels ver­stär­ken, was die Bild­wir­kung erheb­lich ver­bes­sert.
  • Sta­tiv: Gera­de im Wald, wo das Licht oft schwach ist, kann ein Sta­tiv unver­zicht­bar sein. Es ermög­licht län­ge­re Belich­tungs­zei­ten ohne Ver­wa­ckeln und ist beson­ders nütz­lich bei Auf­nah­men in der Däm­me­rung oder bei bewölk­tem Wet­ter.

Waldfotografie: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Vorbereitung und Planung

  • Stand­ort­wahl: Recher­chie­re ver­schie­de­ne Wald­ge­bie­te, die du foto­gra­fie­ren möch­test. Ach­te auf inter­es­san­te Land­schaf­ten, Baum­ar­ten und mög­li­che Tier­be­ob­ach­tun­gen.
  • Wet­ter­be­din­gun­gen: Der Wald ist nicht nur bei Son­nen­schein inter­es­sant, son­dern auch bei Nebel, dich­ter Bewöl­kung oder gar Regen.
  • GPS-Stand­or­te: Mar­kie­re inter­es­san­te Stel­len auf einer Kar­te oder in einer GPS-App, um sie spä­ter leicht wie­der­zu­fin­den.

Schritt 2: Ausrüstung zusammenstellen

  • Kame­ra: Ver­wen­de eine DSLR Kame­ra, eine spie­gel­lo­se Kame­ra mit einem gro­ßen Sen­sor oder dein Smart­phone.
  • Objek­ti­ve: Ein Weit­win­kel­ob­jek­tiv ist dein Freund für die aller­meis­ten Fotos. Eine Tele­ob­jek­tiv ist hilf­reich, wenn du scheue Tie­re foto­gra­fie­ren möch­test. Ein Makro­ob­jek­tiv lohnt sich nur dann, wenn du häu­fig Nah­auf­nah­men machen willst, ansons­ten tut es auch die Makro-Funk­ti­on dei­ner Kame­ra oder Smart­phone.
  • Sta­tiv: Dies hilft die bei schlech­ten Licht­ver­hält­nis­sen län­ge­re Belich­tungs­zei­ten ohne Ver­wa­ckeln zu machen.
  • Pola­ri­sa­ti­ons­fil­ter: Ein Pol­fil­ter redu­ziert Refle­xio­nen zu inten­si­viert die Far­ben

Schritt 3: Motive finden und in Szene setzen

  • Details suchen: Ach­te auf inter­es­san­te Details wie Blät­ter, ein­zel­ne Bäu­me, Pil­ze oder Tie­re. Expe­ri­men­tie­re mit Nah­auf­nah­men, um die Tex­tu­ren und Far­ben her­vor­zu­he­ben.
  • Kom­po­si­ti­ons­tech­ni­ken: Ver­wen­de die Drit­tel­re­gel, um dein Haupt­mo­tiv an einer der Schnitt­stel­len zu plat­zie­ren. Nut­ze füh­ren­de Lini­en (z. B. Wege, Baum­stäm­me), um den Blick des Betrach­ters zu len­ken.

Schritt 4: Kameraeinstellungen

  • ISO: Hal­te den ISO-Wert so nied­rig wie mög­lich, bei schwa­chem Licht kannst du den ISO-Wert erhö­hen, ach­te jedoch auf Rau­schen.
  • Blen­de: Ver­wen­de eine gro­ße Blen­de (zum Bei­spiel f/2.8) für eine gerin­ge Schär­fen­tie­fe bei Detail­auf­nah­men oder eine klei­ne­re Blen­de (wie f/8) für Land­schafts­auf­nah­men mit grö­ße­rer Schär­fen­tie­fe.
  • Ver­schluss­zeit: Wäh­le eine schnel­le Ver­schluss­zeit (z. B. 1/250 Sekun­de) für beweg­te Moti­ve oder eine län­ge­re Ver­schluss­zeit für krea­ti­ve Effek­te, wie das Ver­wi­schen von Was­ser.

Schritt 5: Aufnahmen machen und überprüfen

  • Expe­ri­men­tie­ren: Scheue dich nicht neue Wege zu ent­de­cken und die­se auch mal zu ver­las­sen. Oft­mals fin­dest du abseits von Pfa­den inter­es­san­te Moti­ve.
  • Bild­kon­trol­le: Über­prü­fe nach jedem Foto, ob Schär­fe und Belich­tung stim­men. Ach­te dar­auf, dass stö­ren­de Ele­men­te am Rand des Bil­des nicht ablen­ken.

Buchtipp

Buchtipp: Faszination Waldfotografie

In die­sem Buch ver­mit­telt der renom­mier­te Wald­fo­to­graf Kili­an Schön­ber­ger umfas­sen­des Wis­sen zur Wald­fo­to­gra­fie, basie­rend auf sei­nen Erfah­run­gen in den schöns­ten deut­schen Wäl­dern. Du erhält eine voll­stän­di­ge Anlei­tung zur Erstel­lung fas­zi­nie­ren­der Wald­fo­tos, von der Aus­rüs­tung über Foto­tech­ni­ken bis zur Bild­kom­po­si­ti­on, beglei­tet von inspi­rie­ren­den Bei­spiel­bil­dern des Autors.

Die Herausforderungen der Waldfotografie

Foto­gra­fie­ren im Wald bringt Her­aus­for­de­run­gen mit sich, bei denen du oft impro­vi­sie­ren und dei­ne Her­an­ge­hens­wei­se anpas­sen musst, um stim­mungs­vol­le und über­zeu­gen­de Bil­der zu erhal­ten. Im Fol­gen­den fin­dest du einen kom­pak­ten Über­blick über die wich­tigs­ten Punk­te und eini­ge prak­ti­sche Ansät­ze:

Schwierige Lichtverhältnisse

Bei Son­nen­schein ent­ste­hen im Wald oft har­te Kon­tras­te zwi­schen hel­len und dunk­len Berei­chen. was das rich­ti­ge belich­ten schwer macht. Gleich­zei­tig kannst du aber die Licht­strah­len auch als krea­ti­ves Stil­mit­tel ein­set­zen, dazu spä­ter mehr. Wenn du mit dei­nem Han­dy foto­gra­fierst, ver­wen­de unbe­dingt die HDR-Funk­ti­on, auch das hilft die Kon­trast-Unter­schie­de zu mini­mie­ren. Mit der Kame­ra hast du meh­re­re Mög­lich­kei­ten:

  • Glei­che Hel­lig­keits­un­ter­schie­de in der Nach­be­ar­bei­tung aus (sofern Du im RAW-For­mat foto­gra­fierst)
  • Mache meh­re­re Fotos: ein Foto belich­tet die dun­keln Stel­len kor­rekt, das ande­re die Hel­len und das drit­te Foto belich­test du in Hin­blick auf das Haupt­mo­tiv. Du kannst in Ado­be Ligh­t­room, oder Can­vas die Fotos spä­ter über­ein­an­der­le­gen, und bekommst so das per­fek­te Foto.

Komplexe Kompositionen

Wenn du schon ein­mal ver­sucht hast, im Wald zu foto­gra­fie­ren, kennst du bestimmt die­ses Gefühl: Du stehst da, umge­ben von hohen Bäu­men, dich­tem Unter­holz und unzäh­li­gen Details, und fragst dich, wie du all das in einem ein­zi­gen Bild fest­hal­ten sollst. Die­se Fül­le kann ziem­lich über­wäl­ti­gend sein. Die Her­aus­for­de­rung, aus all dem Cha­os ein stim­mi­ges Foto zu machen, ist nicht ein­fach, aber genau das macht den Reiz aus.

💡 Mein Tipp: Ver­ein­fa­che dei­ne Kom­po­si­ti­on, in dem du dich auf ein bestimm­tes Motiv fokus­sierst. Pro­bie­re ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven und Brenn­wei­ten aus, um Tie­fe und Dimen­si­on zu schaf­fen. Nut­ze Füh­rungs­li­ni­en und Rah­mungs­tech­ni­ken, um den Blick des Betrach­ters durch dein Bild zu len­ken und eine kla­re Bild­ge­schich­te zu erzäh­len. Beson­ders im Wald kann die­se Auf­ga­be her­aus­for­dernd wir­ken, doch mit gedul­di­ger Erkun­dung fin­dest du natür­li­che Ele­men­te wie umge­stürz­te Bäu­me oder geschwun­ge­ne Pfa­de, die dei­ne Sze­ne berei­chern kön­nen.

Geduld und Ausdauer

Die Natur hat ihre eige­ne Geschwin­dig­keit, des­we­gen braucht es auch bei der Wald­fo­to­gra­fie Geduld und Aus­dau­er. Lass die Umge­bung auf dich wir­ken und war­te ab, was pas­siert. Aber mal ehr­lich: der Wald ist nicht der schlech­tes­te Ort, um einen Tag zu ver­brin­gen. Nicht immer sind die Bedin­gun­gen beim ers­ten Besuch ide­al genug, also komm ein ande­res Mal wie­der. Erfolg­rei­che Wald­fo­to­gra­fie hängt eben­so von Aus­dau­er wie von tech­ni­schem Kön­nen ab.

Fotoideen für deine Waldfotografie

Ein Wald bie­tet eine Viel­zahl an Moti­ven, die du krea­tiv in Sze­ne set­zen kannst. Selbst ein­fa­che Blät­ter kön­nen mit der rich­ti­gen Umset­zung ein aus­drucks­star­kes Foto­mo­tiv sein. Ich zei­ge dir jetzt eini­ge Ideen als Inspi­ra­ti­on für dei­ne Wald Foto­gra­fie.

Baumstämme und Waldstrukturen

Baum­stäm­me und Wald­struk­tu­ren bie­ten dir span­nen­de Mög­lich­kei­ten für ein­zig­ar­ti­ge Fotos. Ach­te auf die Details der Baum­rin­de, jede Art erzählt mit ihren Mus­tern, Ris­sen oder Moos­be­wuchs ihre eige­ne Geschich­te. Umge­stürz­te Bäu­me oder inein­an­der ver­wach­se­ne Wur­zeln sind fas­zi­nie­ren­de Moti­ve, die die Dyna­mik und Kraft der Natur zei­gen. Nimm dir die Zeit, ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven aus­zu­pro­bie­ren: Lass dich nicht von der Fül­le der Mög­lich­kei­ten abschre­cken, wich­tig ist, dass du das Wald­ge­fühl in dei­nem Bild ein­fängst und es so gestal­test, dass es zu dei­ner eige­nen Sicht­wei­se passt.

Waldtiere

Die Foto­gra­fie von Wald­tie­ren for­dert Geduld und Fin­ger­spit­zen­ge­fühl. Vie­le Tie­re, wie Eich­hörn­chen, Rehe oder Vögel, sind scheu und reagie­ren schnell auf Bewe­gung oder Geräu­sche. Der Schlüs­sel ist, dich lei­se und unauf­fäl­lig zu bewe­gen, die Umge­bung genau zu beob­ach­ten und abzu­war­ten, bis sich die per­fek­te Gele­gen­heit ergibt. Nut­ze die natür­li­che Umge­bung des Wal­des, um span­nen­de Kom­po­si­tio­nen zu schaf­fen, etwa ein Reh, das zwi­schen den Bäu­men her­vor­schaut, oder ein Eich­hörn­chen, das eine Eichel knab­bert. Mein Tele­ob­jek­tiv (75–300mm) hilft mir dabei, Tie­re aus siche­rer Distanz ein­zu­fan­gen, ohne sie zu stö­ren. Suche dir einen stra­te­gisch gut gele­ge­nen Hoch­sitz und war­te dort gedul­dig.

Pflanzen und Pilze

Pflan­zen und Pil­ze sind im Wald unglaub­lich viel­sei­ti­ge Foto­mo­ti­ve. Pil­ze mit ihren unter­schied­li­chen For­men und Far­ben oder Blät­ter, die vom Licht durch­schie­nen wer­den, bie­ten span­nen­de Details, die du mit­tels Nah­auf­nah­me her­vor­he­ben kannst. Ach­te auf fei­ne Struk­tu­ren, wie Moos auf Baum­rin­den oder die fei­nen Schup­pen von Pil­zen. Beson­ders nach Regen wirkt alles noch inten­si­ver, da die Näs­se die Far­ben ver­stärkt. Nimm dir die Zeit, nah her­an­zu­ge­hen und mit Per­spek­ti­ven zu expe­ri­men­tie­ren, so erzählst du mit dei­nen Fotos klei­ne Geschich­ten, die die Viel­falt und Schön­heit der Wald­flo­ra per­fekt ein­fan­gen.

Spinnennetze

Spin­nen­net­ze sind fas­zi­nie­ren­de Moti­ve, beson­ders wenn sie mit Tau­trop­fen bedeckt sind und im rich­ti­gen Licht glän­zen. Früh­mor­gens, wenn die Son­ne tief steht, kannst du oft beein­dru­cken­de Details und Struk­tu­ren fest­hal­ten, aber auch die Nach­mit­tags­son­ne bie­tet ein tol­les Licht. Expe­ri­men­tie­re mit unter­schied­li­chen Blick­win­keln, um das Netz im bes­ten Licht ein­zu­fan­gen. Manch­mal musst es es seit­lich foto­gra­fie­ren, um das Kunst­werk in vol­ler Sicht­bar­keit zu zei­gen. Ein ruhi­ger Hin­ter­grund, wie eine dunk­le Baum­rin­de oder ein schat­ti­ger Bereich, kann hel­fen, das Netz noch stär­ker her­vor­zu­he­ben. Nimm dir die Zeit, die fei­nen Lini­en und Mus­ter genau zu betrach­ten und schaf­fe Fotos, die die Schön­heit die­ser oft über­se­he­nen Kunst­wer­ke sicht­bar machen.

Licht und Schatten kreativ verwenden

Licht und Schat­ten sind die per­fek­te Kom­bi­na­ti­on für zau­ber­haf­te Wald­fo­tos. Wenn die Son­ne durch die Bäu­me strahlt, erge­ben sich oft ein­zig­ar­ti­ge Foto­mo­ti­ve, oder inter­es­san­te Schat­ten­struk­tu­ren. Das Foto oben zum Bei­spiel ist ein gutes Bei­spiel für ein inter­es­san­tes Licht­spiel, denn die­ser jun­ge Baum wird von der Son­ne wie ein Spot­light auf der Büh­ne ange­schie­nen. Die Blät­ter leuch­ten in der Son­ne, wäh­rend rings­um Schat­ten ist. Hal­te die Augen offen und ver­su­che das Spiel von Licht und Schat­ten zu erken­nen und foto­gra­fisch ein­zu­fan­gen.

Gegenlichtaufnahmen

Gegen­licht­auf­nah­men im Wald kön­nen beein­dru­cken­de Stim­mun­gen erzeu­gen, beson­ders wenn das Licht durch die Baum­kro­nen fällt. Spie­le mit der tief­stehen­den Son­ne am Mor­gen oder spä­ten Nach­mit­tag, um wei­che, war­me Licht­strah­len ein­zu­fan­gen. Ach­te dar­auf, natür­li­che Ele­men­te wie Blät­ter oder Äste ins Bild zu inte­grie­ren, die das Licht streu­en oder inter­es­san­te Schat­ten wer­fen. Damit dei­ne Auf­nah­men nicht über­strahlt wir­ken, kannst du mit Belich­tungs­kor­rek­tu­ren expe­ri­men­tie­ren und auch mal eine leich­te Unter­be­lich­tung aus­pro­bie­ren. Der Vor­teil von Gegen­licht­auf­nah­men liegt in ihrer Fähig­keit, Tie­fe und Dra­ma­tik in dei­nen Bil­dern zu schaf­fen. Also ein­fach aus­pro­bie­ren und sehen, was der Wald an Licht für dich bereit­hält!

Verschiedene Wetterbedingungen

Nebel im Wald
Foto­gra­fiert mit der Droh­ne: Blen­de: f/8 — Belich­tungs­zeit: 1/750 Sekun­den — ISO: 100

In der Wald­fo­to­gra­fie gibt es kein schlech­tes Wet­ter, ganz im Gegen­teil: Gera­de trü­be Tage oder Regen bie­ten dir die Chan­ce, ein­zig­ar­ti­ge und stim­mungs­vol­le Sze­nen ein­zu­fan­gen. Nebel oder tief­hän­gen­de Wol­ken hel­fen dabei, Vor­der- und Hin­ter­grund kla­rer zu tren­nen und sor­gen für Struk­tur in der oft chao­ti­schen Wald­land­schaft. Wenn sich Früh­ne­bel mit Son­nen­strah­len mischt, ent­ste­hen beson­ders magi­sche Momen­te. Auch nach einem Regen­schau­er ent­fal­tet der Wald sei­ne beson­de­re Atmo­sphä­re. Das fri­sche Grün wirkt inten­si­ver, und die Näs­se auf Blät­tern und Pflan­zen sorgt für zusätz­li­che Tie­fe in dei­nen Bil­dern. Aber Ach­tung:

Jahreszeiten im Wald einfangen

Wel­che Jah­res­zeit ist die bes­te für die Wald­fo­to­gra­fie? Das hängt natür­lich von dei­nen Vor­lie­ben ab. Die meis­ten Foto­gra­fen wür­den ver­mut­lich “Herbst” sagen, weil sich in die­ser Jah­res­zeit die Bäu­me gol­den fär­ben und das Son­nen­licht die Blät­ter zum Leuch­ten bringt. Ich sage dir aber, dass jede Jah­res­zeit die Bes­te ist und ich zei­ge dir auch war­um.

Früh­ling

Som­mer

Herbst

Win­ter

Wei­te­re Foto­ideen für jede Jah­res­zeit bie­tet dir der Bei­trag der Foto­no­ma­den.

Fazit

Die Wald­fo­to­gra­fie bie­tet eine unglaub­li­che Viel­falt an Mög­lich­kei­ten, die Natur auf ein­zig­ar­ti­ge Wei­se ein­zu­fan­gen. Es liegt an dir, die Kame­ra in die Hand zu neh­men und dich in die­ses Aben­teu­er zu stür­zen. Ob es die fas­zi­nie­ren­den Details von Baum­struk­tu­ren, die magi­schen Licht­spie­le im Gegen­licht oder die Her­aus­for­de­rung ist, die scheu­en Tie­re des Wal­des ins Bild zu set­zen, jede Sze­ne bie­tet dir die Chan­ce, dei­nen Blick auf den Wald fest­zu­hal­ten. Wor­auf war­test du? Der Wald war­tet dar­auf, von dir ent­deckt zu wer­den.

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Welche Kameraeinstellungen sind am besten für Waldfotografie?

Zu den bes­ten Kame­ra­ein­stel­lun­gen für Wald­fo­to­gra­fie gehö­ren eine nied­ri­ge ISO-Zahl (um Bild­rau­schen zu mini­mie­ren), eine Blen­de, die je nach gewünsch­ter Schär­fen­tie­fe vari­iert (z.B. f/8 für schar­fe Hin­ter­grün­de) und eine ange­pass­te Belich­tungs­zeit, um das Licht im Wald zu berück­sich­ti­gen.

Wie fange ich das Licht im Wald am besten ein?

Das Licht im Wald kann oft her­aus­for­dernd sein. Die bes­ten Zei­ten sind der frü­he Mor­gen oder spä­te Nach­mit­tag, wenn das Licht wei­cher und gol­den ist. Außer­dem kannst du mit dem Licht spie­len, indem du Son­nen­strah­len, die durch die Bäu­me schei­nen, oder die Far­ben bei Son­nen­un­ter­gang ein­fängst.

Welche Fotomotive gibt es im Wald?

Im Wald gibt es eine Viel­zahl von fas­zi­nie­ren­den Foto­mo­ti­ven, die du mit dei­ner Kame­ra ein­fan­gen kannst. Egal ob Son­nen­strah­len durch Bäu­me, Pflan­zen und Blu­men, Tie­re wie Spech­te und Eich­hörn­chen, der im Herbst das Fal­len der Blät­ter.

Welche Rolle spielt die Jahreszeit in der Waldfotografie?

Die Jah­res­zeit beein­flusst die Far­ben, das Licht und die Moti­ve erheb­lich. Im Früh­ling blü­hen zahl­rei­che Blu­men, im Som­mer gibt es üppi­ges Grün, im Herbst leuch­ten die Blät­ter in ver­schie­de­nen Far­ben und im Win­ter bie­tet der Schnee eine ganz ande­re Per­spek­ti­ve auf den Wald.

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