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Sonnenuntergang fotografieren: 6 Tipps für magische Fotos

Sonnenuntergang fotografieren

Die Fasz­i­na­tion, einen per­fek­ten Son­nenun­ter­gang einz­u­fan­gen, treibt viele Fotografen an, doch wie fotografierst du einen Son­nenun­ter­gang richtig? Die leuch­t­en­den Far­ben und die drama­tis­che Belich­tung bieten sehr viele kreative Möglichkeit­en. In diesem Beitrag teile ich Tipps zum Son­nenun­ter­gang fotografieren Ent­decke mit mir, wie du mit Lei­den­schaft und Kam­era den Son­nenun­ter­gang fotografieren und einzi­gar­tige Erin­nerun­gen schaf­fen kannst. für die opti­male Vor­bere­itung, die richtige Fotoaus­rüs­tung und die entschei­dende Bild­kom­po­si­tion.


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Tipps zum Sonnenuntergang fotografieren

Unab­hängig von Kön­nen und Aus­rüs­tung gibt es einiges, das du beacht­en soll­test. Nach­fol­gende liste ich einige grundle­gende Tipps zum Son­nenun­ter­gang fotografieren.

  • Schaue niemals direkt in die Sonne: das schädigt Deine Net­zhaut! Schaue stattdessen auf das Kam­eradis­play, damit kannst Du Dein Foto sich­er in Szene set­zen, ohne Deine Augen zu schaden.
  • Ver­wende keine Son­nen­brille: Wenn du mit Son­nen­brille fotografierst, beste­ht die Gefahr ein­er falschen Belich­tung, weil du durch die getön­ten Gläs­er alles dun­kler wahrn­immst
  • Ver­wende den Zeitau­tomatik-Modus Dein­er Kam­era (“als A” oder “AV” gekennze­ich­net): Mit diesem Modus über­lässt Du die Belich­tungszeit Dein­er Kam­era.
  • Fotografiere in RAW-For­mat: dieser Tipp gilt ganz generell für die Land­schafts­fo­tografie, da dieses For­mat

Die richtige Planung

Um den per­fek­ten Son­nenun­ter­gang fotografieren zu kön­nen, ist eine gute Vor­bere­itung der Schlüs­sel. Der beste Ort ist dabei genau­so entschei­dend, wie der rechtzeit­ig dort zu sein. Nach­fol­gend zeige ich dir worauf du acht­en musst, bevor du dich ans Fotografieren machst.

Finde die beste Location

Der richtige Vordergrund beim Sonnenuntergang fotografieren
Ein guter Vorder­grund macht einen Son­nenun­ter­gang lebendi­ger

Wenn du den per­fek­ten Son­nenun­ter­gang fotografieren möcht­est, beginne mit der Wahl der Loca­tion. Erkunde deine Umge­bung und finde den per­fek­ten Platz mit faszinieren­den Vorder­grund-Ele­menten, sei es Boot am Ufer, ein Boot­shaus oder schroffe Felsen. Der Schlüs­sel liegt darin, die Sonne an einem Ort zu ver­fol­gen, der deinen Bildern einen einzi­gar­ti­gen Touch ver­lei­ht. Ent­decke die ver­bor­ge­nen Juwe­len dein­er Umge­bung und kreiere Fotos, die Geschicht­en erzählen.

Überprüfe das Wetter

Die beste Vor­bere­itung nützt dir nichts, wenn das Wet­ter nicht mit­spielt. Informiere dich deswe­gen vorher, ob es reg­nen wird, oder der Him­mel bedeckt sein wird. Bei schlechtem Wet­ter brauchst du erst gar nicht losziehen. Ist es jedoch nur ein wenig bewölkt, kannst du die Wolken nutzen, um spek­takuläre Fotos zu machen, zum Beispiel wenn die Sonne ger­ade zwis­chen Wolken durch­bricht und es zu tollen Licht­ef­fek­ten kommt.

Sei rechtzeitig vor Ort und geduldig

Los­ge­hen, wenn die Sonne bere­its unterge­ht ist keine gute Idee, daher soll­test du 30 Minuten vorher bere­its an der Stelle sein, von dem du den Son­nenun­ter­gang fotografieren möcht­est. Somit hast du noch genug Zeit alles aufzubauen, dich zu posi­tion­ieren und die Ein­stel­lun­gen dein­er Kam­era zu über­prüfen. Informiere dich vorher, wann genau die Sonne unterge­ht, das kannst du entwed­er online machen, oder mit Hil­fe von Apps wie Sun­seek­er oder Pho­toPills nach­le­sen.

Sonnenuntergang fotografieren im Herbst

Die Stunde vor dem Son­nenun­ter­gang, die soge­nan­nte gold­ene Stunde, bietet ein warmes, weich­es Licht und ist ide­al, um Kon­traste und Schat­ten zu beto­nen. Bewahre Ruhe und über­stürze nichts, denn Hek­tik hat noch nie zum Erfolg geführt. Auch wenn der Him­mel bewölkt ist, denn die Sonne kann zwis­chen den Wolken durch­brechen und somit für sen­sa­tionelle Effek­te und inter­es­san­ten Wolken­for­ma­tio­nen sor­gen.

Die passende Fotoausrüstung

Kameraausrüstung zum Sonnenuntergang fotografieren
Die richtige Kam­er­aaus­rüs­tung zum Son­nenun­ter­gang fotografieren

Neben dein­er Kam­era ist ein Sta­tiv unverzicht­bar, benötigst du eine lange Belich­tung zum Son­nenun­ter­gang fotografieren und du kannst die Kam­era unmöglich die ganze Zeit ruhig in dein­er Hand hal­ten. Nichts ist ärg­er­lich­er als am Ende verwack­elte Fotos zu haben. Daher rate ich dir auch zu ein­er Fernbe­di­enung zur Fer­naus­lö­sung, diese funk­tion­iert entwed­er über Infrarot, oder einem USB-Anschluss.

Während der Belich­tungszeit soll die Kam­era nicht bewegt wer­den, das Drück­en des Aus­löse­knopfs kann jedoch für eine leichte Bewe­gung sor­gen und das Bild verwack­eln. Mit ein­er Fernbe­di­enung kannst du bequem aus­lösen, ohne die Kam­era zu berühren. Auch ein ND-Fil­ter kann hil­fre­ich sein, aber du kannst auch ohne Fil­ter tolle Fotos machen. Mehr Tipps für das Zube­hör find­est du in meinem Beitrag über Fotoaus­rüs­tung für Anfänger.

Beachte die Bildkomposition

Bildkomposition bei einem Sonnenuntergang
Eine gute Bild­kom­po­si­tion macht ein Foto vom Son­nenun­ter­gang inter­es­san­ter

Das Son­nenun­ter­gang fotografieren ist nicht nur eine Frage des per­fek­ten Moments, son­dern auch der geschick­ten Bild­kom­po­si­tion (siehe entsprechen­den Beitrag über schöne Land­schafts­fo­tos). Achte darauf, dass du nicht nur den Him­mel ein­fängst, son­dern auch den Vorder­grund geschickt ein­beziehst. Ver­mei­de es jedoch, dass der Vorder­grund zu über­laden wirkt und vom Son­nenun­ter­gang ablenkt. Spiele mit der Sym­me­trie und nutze die Drit­tel­regel, um eine aus­ge­wo­gene Kom­po­si­tion zu erre­ichen.

Exper­i­men­tiere mit ver­schiede­nen Blick­winkeln, um eine einzi­gar­tige Per­spek­tive zu schaf­fen. Habe Spaß beim Exper­i­men­tieren mit deinen Auf­nah­men, und lass dich von der Magie des Moments leit­en. Mit ein­er durch­dacht­en Bild­kom­po­si­tion ver­wan­delst du deinen Son­nenun­ter­gang in ein visuelles Meis­ter­w­erk, das nicht nur die Far­ben des Him­mels, son­dern auch die Geschichte des Augen­blicks erzählt.

Sonnenuntergang fotografieren: Einstellungen der Kamera beachten

Zum Son­nenun­ter­gang fotografieren gibt es nicht die einzig wahre Kam­er­ae­in­stel­lung, denn es kommt immer auf die Umge­bung und das Wet­ter an. Als grobe Richtlin­ie und Aus­gangspunkt dein­er Ein­stel­lun­gen kannst du dich an den nach­fol­gen­den Dat­en hal­ten.

  • Belich­tungsmodus: Manuell, oder P‑Modus
  • ISO: 100 oder niedriger
  • Bren­nweite: 18–24mm
  • Blende: f/12 — f/16
  • Ver­schlusszeit: 1/30 Sekun­den oder länger
  • Weißab­gle­ich: Schat­ten

Was ist der beste ISO-Wert für einen Sonnenuntergang?

Beim Son­nenun­ter­gang fotografieren ist es rat­sam, die ISO so niedrig wie möglich einzustellen. Eine niedrige ISO eignet sich ide­al für Land­schafts- und Son­nenun­ter­gangs­fo­tografie, da sie Über­be­lich­tun­gen ver­mei­det und Rauschen reduziert. Wenn die Sonne sinkt und weniger Licht vorhan­den ist, kannst du die ISO auf 400 erhöhen, um die Lichtre­duzierung auszu­gle­ichen.

Experimentiere mit Verschlusszeiten

Sonnenuntergang im Winter

Die Ver­schlusszeit ist wohl die wichtig­ste Kam­er­ae­in­stel­lung, wenn es um den kreativ­en Aspekt der Fotografie geht. Auch ger­ingfügige Anpas­sun­gen kön­nen einen erhe­blichen Unter­schied machen. Die eingestellte Ver­schlusszeit bes­timmt sowohl die Schärfe als auch die Belich­tung deines Fotos. Angesichts der Hel­ligkeit der Sonne ist es am besten, eine schnelle Ver­schlusszeit zu wählen, die die Belich­tungszeit min­imiert, um aus­ge­blasene Son­nenun­ter­gangs­bilder zu ver­mei­den.

Wenn du den P‑Modus (Pro­gram­mau­tomatik) aktiviert hast, stellt die Kam­era die Ver­schlusszeit automa­tisch ein und passt diese der Blende an. Andern­falls musst du es manuell ein­stellen. In jedem Fall musst du die Ver­schlusszeit überwachen, um sicherzustellen, dass sie nicht zu lange oder kurz ist. Wenn es zu lang ist, kann das Bild auf­grund der Bewe­gung von Objek­ten unscharf sein. Wenn die Ver­schlusszeit zu kurz ist, ist das Bild möglicher­weise dun­kler, da weniger Licht den Sen­sor erre­icht. Es gibt keine Blau­pause dafür, was am besten funk­tion­iert. Es kommt oft auf per­sön­liche Vor­lieben an.

Welche Brennweite beim Sonnenuntergang fotografieren?

Es gibt keine fes­ten Regeln bezüglich der Bren­nweite, die Auswahl der Bren­nweite beim Son­nenun­ter­gang fotografieren ist sub­jek­tiv. Ich empfehle eine hohe Blende zwis­chen f/11 und f/22, teste mit welch­er Blende du das beste Ergeb­nis erzielst. Eine große Bren­nweite (beispiel­sweise 200 mm) ver­größert zwar die Sonne, schnei­det aber gle­ichzeit­ig viel vom Bild weg. Bei ein­er kleinen Bren­nweite ist die Sonne nur klein zu sehen, dafür hast du mehr Gestal­tungsmöglichkeit­en. Ich denke, ein Weitwinkelob­jek­tiv ist eine gute Wahl und ermöglicht dir die großar­tige Licht­stim­mung eines Son­nenun­ter­gangs in einem weit­en Bil­dauss­chnitt festzuhal­ten.

Geschlossene oder geöffnete Blende?

Eine geschlossene Blende (beispiel­sweise f/16) sorgt dafür, das die Son­nen­strahlen zu sehen sind. Dies macht das Bild natür­lich deut­lich inter­es­san­ter, als eine gelbe Kugel. Wenn es dir jedoch um die Far­ben am Him­mel geht, ist eine geöffnete Blende bess­er geeignet. Es kommt also darauf an, was du dem Betra­chter des Fotos zeigen möcht­est.

Wähle den Weißabgleich

Sonnenuntergang im Winter
Son­nenun­ter­gang im Win­ter

Wenn du JPGs aufn­immst, ist der Weißab­gle­ich beson­ders entschei­dend. Die Kam­era neigt dazu, Far­ben neu­tral darzustellen, doch beim Son­nenun­ter­gang willst du die Wärme ein­fan­gen. Stelle den Weißab­gle­ich daher auf “Tages­licht” für warme Far­ben ein. Bei Wolken am Him­mel wäh­le “Schat­ten” oder “Bewölkt”. Auch im RAW-For­mat soll­test du diese Ein­stel­lun­gen vor dem Abdrück­en ein­stellen, jedoch kannst du im Gegen­satz zum JPG-For­mat den Weißab­gle­ich nachträglich noch ändern, Eine nachträgliche Anpas­sung ist jedoch sel­ten so gut sind wie die kor­rek­te Ein­stel­lung bei der Auf­nahme.

Den Fokus richtig einstellen

Wenn du gegen die Sonne fotografierst, hast du mit dem Aut­o­fokus keine Chance, da er bei dem starken Lichte­in­fall kein Motiv mehr erken­nt. Ein ein­fach­er Trick erlaubt dir jedoch den Aut­o­fokus den­noch zu ver­wen­den: Halte die Hand vor das Objek­tiv, posi­tion­iere den Fokus­punkt, ent­ferne die Hand und drücke ab. Alter­na­tiv nutze die Sonne hin­ter einem Objekt, scharf stellen und aus­lösen. Je weniger Licht vorhan­den ist, desto weniger kannst du mit dem Aut­o­fokus arbeit­en. Daher rate ich dir generell mit dem manuellen Fokus zu arbeit­en. Schalte dazu den Aut­o­fokus am Objek­tiv aus oder schiebe den Schal­ter auf “MF”.

Bleibe, auch wenn die Sonne untergegangen ist

Untergehende Sonne im Sommer

Nach­dem die Sonne hin­ter dem Hor­i­zont ver­schwun­den ist, heißt es nicht gle­ich, die Kam­era einzu­pack­en und nach Hause zu gehen. Bleibe noch vor Ort und lass dich von der magis­chen Stim­mung verza­ubern. Dieser Zeitraum direkt nach dem Son­nenun­ter­gang bietet eine faszinierende Mis­chung aus sämtlichen Far­ben am Him­mel und den let­zten Resten des Tages­lichts. Nutze diese Gele­gen­heit, um beein­druck­ende Sil­hou­et­ten einz­u­fan­gen oder stim­mungsvolle Langzeit­be­lich­tun­gen zu erstellen.

Exper­i­men­tiere mit ver­schiede­nen Belich­tungszeit­en, um die besten Ergeb­nisse zu erzie­len. Diese Zeit nach dem Son­nenun­ter­gang birgt eine eigene Ästhetik und bietet dir die Möglichkeit, einzi­gar­tige und emo­tionale Bilder zu gestal­ten. Also, bleibe noch eine Weile vor Ort, erkunde die sich verän­dernde Atmo­sphäre und finde kreative Wege, die Magie der Stunde nach dem Son­nenun­ter­gag festzuhal­ten.


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Ich wün­sche dir nun viel Erfolg beim Son­nenun­ter­gang fotografieren, aber denke dran: es ist noch kein Meis­ter vom Him­mel gefall­en. Wenn dir der Beitrag gefall­en hat, lass doch bitte eine pos­i­tive Bew­er­tung hier 🙂

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